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Hodenkrebs

Beim Hodenkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor; dieser entwickelt sich in den meisten Fällen aus den Keimzellen des Hodens.
Hodenkrebs ist eine eher seltene Krebserkrankung und macht nur circa ein bis zwei Prozent aller Krebserkrankungen beim Mann aus. In Deutschland erkranken jährlich knapp 5.000 Männer an Hodenkrebs. Zwischen dem 30. und dem 40. Lebensjahr tritt Hodenkrebs übrigens am häufigsten auf.

Die Ursachen für diese Erkrankung sind noch weitestgehend ungeklärt. Eine genetische Veranlagung kann ebenso zum Hodenkrebs führen wie ein Hodenhochstand im Kindesalter. Männer, die bereits auf einer Seite vom Hodenkrebs betroffen waren, haben ein deutlich höheres Risiko, dass auch der andere Hoden an Krebs erkrankt.

Grundsätzlich ist Hodenkrebs leicht feststellbar. Eindeutiges Hodenkrebsanzeichen ist die harte Schwellung des Hodens, welche meist aber nur eine Seite betrifft. Schmerzen verursacht diese Schwellung jedoch kaum, was den Krebs zu einer tückischen Krankheit macht. Manche Patienten wiederum klagen auch über ein einseitiges Ziehen im Hodensack und auch eine Ansammlung wässriger Flüssigkeit rund um den Hoden ist durchaus keine Seltenheit.
Manche Arten von Tumoren, die sogenannten hormonaktiven Tumoren, bewirken zudem ein vermindertes sexuelles Verlangen; in einigen Fällen können diese Tumoren sogar zu Unfruchtbarkeit führen.

Die Behandlung von Hodenkrebs richtet sich in der Regel danach, wie weit dieser schon fortgeschritten ist. Möglich sind neben einer Strahlen – oder einer Chemotherapie auch eine Operation. Die operative Entfernung des Hodens, die sogenannte Orchiektomie, wird in den meisten Fällen vorgenommen. Dieser Eingriff ist recht problemlos und hat weder Auswirkungen auf Sexualität noch auf Fruchtbarkeit.

Wichtig ist es, den Hodenkrebs rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln – dann nämlich betragen die Heilungschancen bei dieser Erkrankung 100 Prozent. Doch auch wenn die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist, sind die Chancen auf vollständige Heilung noch durchaus gut.

Vorbeugen kann man dem Hodenkrebs kaum – ähnlich wie die Frauen in Vorbeugung des Brustkrebs aber sollten auch die Männer ihre Hoden regelmäßig auf Veränderungen hin abtasten.